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Workshops am Mittwoch

11:00 bis 12:30 Uhr


Zukunftswerkstatt gestalten und durchführen

Themenband Professionalisierung / Qualifizierung / Interdisziplinarität

  • Stefanie Löhner, Werkstattleitung, Bentheim Werkstatt, Würzburg

Die Bentheim Werkstatt wurde 1989 gegründet. Durch die gesellschaftlichen als auch politischen Entwicklungen in den letzten Jahren verändern sich auch die Anforderungen an eine Spezialwerkstatt. Mit der Zukunftswerkstatt haben wir unsere Belegschaft von Anfang an in den Entwicklungsprozess einbezogen. Der Workshop soll einen Einblick in die Vorbereitung, Gestaltung und Durchführung geben.


“Können wir das leisten?“ – Kinder mit Blindheit in einer wohnortnahen Kindertagesstätte

Themenband Professionalisierung / Qualifizierung / Interdisziplinarität

  • Martina Müller-Korn, Erika Oks, Landesförderzentrum Sehen, Schleswig

Wie kann es gelingen, dass Kinder mit Blindheit im Sinne von Teilhabe ihre Kindertagesstätte in der Nachbarschaft besuchen? - Vom Erstkontakt über die Eingewöhnung, die Gestaltung des Alltags bis zum Schulübergang. Erarbeitung einer Handreichung zur fachlichen Begleitung im Rahmen von Unterstützung und Beratung.


Intensivklassen und -gruppen (IKIG) im Blindeninstitut Würzburg

Themenband Professionalisierung / Qualifizierung / Interdisziplinarität // begrenzte TN-Zahl, Anmeldung im Kongressbüro vor Ort

  • Babett Rueff, Markus Bernard, Silke Radmacher

Sowohl im praktischen Alltag als auch in der fachlichen Diskussion wird immer häufiger eine besonders herausfordernde Personengruppe beschrieben. Es handelt sich dabei um Kinder und Jugendliche, die zusätzlich zu einer (geistigen) Behinderung auch noch psychische Störungen aufweisen. Das Blindeninstitut Würzburg Kinder und Jugendliche hat sich seit einigen Jahren auf den Weg gemacht Orte zum Leben und Lernen für diese Klientel zu schaffen. Im Rahmen von Intensivklassen und –gruppen (IKIG) werden seit fünf Jahren Kinder und Jugendliche mit besonders herausforderndem Verhalten und unterschiedlichen Behinderungsformen begleitet. Um eine adäquate Begleitung zu ermöglichen musste ein neues Konzept entwickelt, vorhandene Handlungsmuster angepasst und Arbeitsweisen verändert werden. In diesem Workshop wird die Entwicklung und der Stand der Arbeit dieser Intensivgruppen vorgestellt. Basierend auf den Erfahrungen werden spezifische Herangehensweisen mit dieser besonderen Klientel und hilfreiche Strukturen vorgestellt.


Kulturschock erwünscht?! Eintauchen in die Welt der Taubblindheit

Themenband Bildung

  • Jessica Füssel, Helena Seifried, Sonderpädagogische Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche mit Taubblindheit / Hörsehbehinderung, Heiligenbronn

Kinder, die auf taktile Kommunikation angewiesen sind, brauchen Kommunikationspartner, die ihnen den Zugang zu Sprache und Welt taktil-kinästhetisch vermitteln. Wie kann dies konkret gestaltet werden? Im Workshop möchten wir uns mit dem Diamant-Modell (Nafstad & Rødbroe) praktisch auseinandersetzen und durch die Verknüpfung von Theorie und Selbsterfahrung ein vertieftes Verständnis für die Kommunikation unter Beeinträchtigung des Sehens und Hörens zu erfahren und diskutieren.


Biologie barrierefrei – naturwissenschaftlicher Unterricht in heterogenen Lerngruppen

Themenband Bildung

  • Sabrina Betz, Nikolauspflege, Betty-Hirsch-Schule, Stuttgart

Förderschwerpunkt Lernen, Förderschwerpunkt Sehen, G-Niveau und M-Niveau in einer Klasse – und dann soll noch Unterricht möglich sein? Dieser Workshop zeigt Möglichkeiten und Methoden auf, wie naturwissenschaftliches Arbeiten im inklusiven Biologieunterricht mit heterogenen Lerngruppen funktionieren kann, ohne dass die Fachlichkeit und der Methodenreichtum des Faches beschränkt werden. Dabei werden mehrere Beispiele aus Unterrichtssequenzen veranschaulicht und vorgestellt. Am Unterrichtsbeispiel „Auf den Wurm gekommen – Realbegegnung mit dem Regenwurm“ können die Teilnehmer selbst experimentell verschiedene Zugangsmöglichkeiten, unter Berücksichtigung der Niveaustufen und Sehbeeinträchtigungen, erfahren. Am Ende des Workshops werden Stolpersteine und Gelingensfaktoren in der Runde analysiert und diskutiert.


Montessori-Pädagogik als geniale Umsetzungshilfe für das spezifische Curriculum

Themenband Bildung

  • Alexandra Hojczyk, Gisela Troost, Rehalehrerinnen für blinde und sehbehinderte Menschen, Friedberg

Wir Workshopleiterinnen sind selbst sehr berührt von der Tiefe der Sicht Maria Montessoris auf das sich entwickelnde Kind. Die umfassenden Konsequenzen, die sie zieht, dringen ein in alle Fragen, die auch das spezifische Curriculum beschäftigen. Im Workshop wollen wir anstecken und das auf Frau Montessoris typische handlungsorientierte, zum Staunen bringende Art. Je bunter die Lerngruppe, desto besser. Kommt und … tut! Begeisternder, aktiver und aktivierender Workshop mit Mitmachpräsentation, Stationen und Ideenaustausch für den Einsatz im eigenen Unterricht.


Literatur leichter auffinden, inklusive Bildung fördern

Themenband Digitalisierung // begrenzte TN-Zahl, Anmeldung im Kongressbüro vor Ort

  • Andrea Katemann, Birthe zur Nieden, Deutsche Blindenstudienanstalt e. V. (blista), Marburg

Der Online-Katalog des Vereines Medibus (Mediengemeinschaft für blinde seh- und lesebehinderte Mediennutzer) bietet Suchmöglichkeiten, Bücher für den Unterricht und zur Leseförderung gut aufzufinden. Diese sollen vorgestellt und von den Teilnehmenden ausprobiert werden. Diskutiert werden soll außerdem der Einsatz von Hörmedien im Unterricht.


Mit allen Sinnen erleben - Psychomotorik für Menschen mit Seheinschränkungen

Themenband Wohnen, Arbeit, Freizeit // Dauer 120 min bis 13:00 Uhr

  • Jutta Müller, Dipl. Pädagogin, Dipl. Motologin, Internat der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. (blista), Marburg
  • Sophie Rafflenbeul, B.A. Rehabilitationspädagogin, M.A. Motologin, Rehabilitationseinrichtung RES, Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista), Marburg

Das Konzept "Psychomotorik" soll in seinen Grundsätzen skizziert werden. Die Bewegung wird als Medium zur Stärkung sensomotorischer, psychosozialer und persönlicher Kompetenzen verstanden. In einem kombinierten Theorie-Praxis-Workshop erleben die TeilnehmerInnen Bewegungsangebote zur Verfeinerung der Körper-und Sinneswahrnehmung für bessere Raum-und Umweltorientierung, zu kooperativem Handeln in der Gruppe und geeignete Bewegungsspiele für Menschen mit Seheinschränkungen.