Springe zum Inhalt

Workshops am Donnerstag

11:00 bis 12:30 Uhr


Neuronale Ceroid- Lipofuszinose: Bildung und Förderung bei juveniler Demenz

Themenband Bildung

  • Jochen Lippe-Holstein, LVR- Johanniterschule Förderschwerpunkt Sehen, Duisburg

JNCL führt zum Verlust körperlicher und kognitiver Kompetenzen und zum frühen Tod. In dem Workshop werden konkrete Problemstellungen (auch der Teilnehmenden) aus dem pädagogischen Alltag erörtert und Handlungsmöglichkeiten vorgestellt. U. a. werden Beispiele aus einem „Erasmus+“ Projekt präsentiert.


Wir sind alle auf der Suche - die einen nach Mitarbeitenden, die anderen nach Arbeitsplätzen

Themenband Wohnen, Arbeit, Freizeit

  • Judith Faltl, Landesvorsitzende Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V., Unterhaching

Es gelingt uns in der Selbsthilfe kaum noch bis gar nicht, offene Stellen mit selbstbetroffenen Personen zu besetzen. Laut Statistik haben nur 30 % der Menschen mit Schwerbehinderung einen Arbeitsplatz. Ich möchte mit Ihnen Gründe für diese Beobachtung herausfinden und Lösungsansätze entwickeln.


Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Problemen bzw. herausforderndem Verhalten in Schule und Internat: Hilfreiche Rahmenbedingungen und Vorgehensweisen

Themenband Professionalisierung / Qualifizierung / Interdisziplinarität

  • Christina Georgi, Psychologischer Dienst, Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista), Marburg
  • Ulrich Freistedt, Carl-Strehl-Schule, Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista), Marburg
  • Helen Luczak, Internat, Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista), Marburg

Wir suchen gemeinsam nach „Gelingensbedingungen“ für die pädagogische Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Problemen und herausforderndem Verhalten. Dazu werden zunächst Maßnahmen und Verfahrensweisen vorgestellt, die in den letzten Jahren an der blista eingeführt wurden, um den besonderen Bedürfnissen dieser Jugendlichen und den Herausforderungen für die Fachkräfte besser gerecht zu werden. Anschließend sollen in einer moderierten Gesprächsrunde Erfahrungen ausgetauscht und „best-practice“ Beispiele aus anderen Einrichtungen diskutiert werden.


Screening- und Assessmenttool zur Identifizierung von Menschen mit Taubblindheit/ Hörsehbehinderung

Themenband Professionalisierung / Qualifizierung / Interdisziplinarität

  • Andrea Wanka, Pädagogische Hochschule Heidelberg
  • Ines Weber, Julia Usselmann, stiftung st. franziskus heiligenbronn

Es wird der aktuelle Stand der Entwicklung eines Screening- und Assessmenttools für Menschen mit Taubblindheit/Hörsehbehinderung vorgestellt und mit den Teilnehmenden ausprobiert sowie diskutiert. Hintergrund für die Entwicklung eines solchen Tools ist das Wissen um eine erhebliche Anzahl von nicht identifizierten Menschen mit TB insbesondere im schwer mehrfachbehinderten Bereich.


Betriebliche Ausbildung: Erfolgsfaktoren – Mit dem Low Vision Koffer unterwegs

Themenband Wohnen, Arbeit, Freizeit // begrenzte TN-Zahl, Anmeldung im Kongressbüro vor Ort

  • Carmen Tietgen, Regina Deckert, Josef Mahler, Berufsbildungswerk Nikolauspflege, Stuttgart

Das Berufsbildungswerk Stuttgart begleitet sehbehinderte und blinde Auszubildende während ihrer Ausbildungen in einem Betrieb. Für diese inklusive Ausbildung ist folgendes erforderlich: 1. Abklärung des betrieblichen Arbeitsplatzes unter Low Vision Aspekten vor Beginn der Ausbildung und 2. kontinuierliche Begleitung während der Ausbildung. Der „Low-Vision-Koffer“ enthält verschiedene Testverfahren (Luxmeter etc.), unterschiedliche Hilfsmittel, Simulationsbrillen, um Ausbildungsbetriebe praxisnah beraten zu können; individuell auf die jeweilige Sehbehinderung und Sehanforderungen angepasst. Praxisbeispiele sollen den Austausch und die Diskussion anregen.


Was macht eine Ausbildung blinden- und sehbehindertenspezifisch? Eine gelungene Ausbildung für blinde und sehbehinderte Menschen lebt von der engen Verzahnung aller Akteure

Themenband Wohnen, Arbeit, Freizeit

  • Ursula Sperrer-Kniep, Johanna Krauter, Nikolauspflege - Stiftung für blinde und sehbehinderte Menschen, Stuttgart

Eine enge Verzahnung aller Akteure (Auszubildender, Ausbildern, Rehalehrern, Angehörigen und externen Partnern) kann die Ausbildung qualitativ verbessern, damit die Teilnehmer ihre Ausbildung erfolgreich durchlaufen und für ihre berufliche Zukunft gut gerüstet sind. Themen sind u.a. die Gestaltung von Arbeitsplätzen vor Ort und die Vermittlung von Arbeits- und Kompensationsstrategien.


ICF in der Praxis - mehr als Codes und Nummern. Grundlagen der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit und deren Einsatz in der praktischen Arbeit

Themenband Professionalisierung / Qualifizierung / Interdisziplinarität

  • Barbara Wahl, Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte, Heidelberg

Die ICF der WHO beschreibt Behinderung und bildet die Grundlage der aktuellen Gesetzgebung in Deutschland. Neben einer Einführung in Behinderungsbegriff und Aufbau der ICF werden Einsatzmöglichkeiten in Förderdiagnostik und Förderplanung anhand von Fallbeispielen erarbeitet und diskutiert.


Montessori-Pädagogik: Teilhabechancen und -barrieren

Themenband Bildung // begrenzte TN-Zahl, Anmeldung im Kongressbüro vor Ort

  • Jens Flach, M.A. Blinden- und Sehbehindertenpädagogik, Carl-Strehl-Schule, Marburg
  • Carl Philipp Seitz, Nationales Montessori-Diplom für Kinder von 6 bis 12, Montessori-Schule und Carl-Strehl-Schule, Marburg

Durch ihre Grundlegung und ihre Handlungsorientierung bietet die Montessori-Pädagogik viele Anknüpfungspunkte zur Pädagogik bei Beeinträchtigung des Sehens. In diesem Workshop sollen ihre Chancen und Grenzen praktisch ausprobiert und theoretisch untermauert werden.


5 kleine Tasten - 1 große Wirkung - SAREPTA 2 - Here we go again! Lern- und Freizeitangebote für Schüler und Schülerinnen mit mehrfachen Beeinträchtigungen mit dem Computerprogramm SAREPTA 2 erstellen

Themenband Bildung // begrenzte TN-Zahl, Anmeldung im Kongressbüro vor Ort

  • Elke Ameis, Florian Hilgers, Anne Voß, Landesförderzentrum Sehen, Schleswig

Nach einem Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten der inzwischen kostenlosen Baukastensoftware SAREPTA 2 stellen wir konkrete Anwendungsbeispiele aus unserer Arbeit ausführlich vor. Danach lernen die Teilnehmer*innen die Erstellung eines Wähle-Angebotes. Abschließend kann eine hilfreiche Vernetzung im Umgang mit der Software erörtert werden. Teilnehmer*innen mit eigenem Windows-Rechner dürfen die Software gleich mitnehmen. 

17:00 bis 18:30 Uhr


Möglichkeiten der Partizipation von Schülerinnen und Schülern im Internat

Themenband Wohnen, Arbeit, Freizeit // begrenzte TN-Zahl, Anmeldung im Kongressbüro vor Ort

  • Achim Kühne, Internatsbereichsleiter, Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista), Marburg

Für eine umfassende gesellschaftliche Teilhabe im Erwachsenenalter ist es erforderlich zu lernen, die eigene Lebenswelt mitzugestalten und sich für eigene Interessen sowie die Belange anderer einzusetzen. Wir unterhalten uns darüber, welche Mitgestaltungsmöglichkeiten im Internat bestehen können und wie man Jugendliche zur Mitgestaltung motivieren kann.


Dunkelbunt – Inklusive Sport- und Freizeitangebote für blinde und sehbehindere Menschen

Themenband Wohnen, Arbeit, Freizeit

  • Matthias Kopp, Stiftung Nikolauspflege, Stuttgart

Angebotsvielfalt, Inklusion, Partizipation und Kooperation bilden die Grundsätze im Projekt DUNKELBUNT um eine selbstbestimmte, gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu verbessern. Im Rahmen des inklusiven Workshops stellen wir die Projektidee und Projektangebote vor und laden zu einer Erfahrungsdiskussion ein.


Literatur für alle Sinne - Die Abenteuer des Odysseus als basale Aktionsgeschichte

Themenband Bildung

  • Dr. päd. Nicol Goudarzi, Köln

Hochliteratur von Homer, Shakespeare und Co. und schwere Behinderung – das passt nicht zusammen. Oder doch? Das Konzept der Basalen Aktionsgeschichten ermöglicht multisensorische Zugänge zu Bildungsinhalten und Literatur. Am Beispiel der Odyssee von Homer wird in diesem Workshop ein wahrnehmungsorientierter Zugang zu einer Szene aus diesem Text entwickelt und erfahrbar gemacht.


It’s about having a voice! - Videoanalyse zur Stärkung des Selbstwertgefühls bei Taubblindheit

Themenband Professionalisierung / Qualifizierung / Interdisziplinarität

  • Julia Usselmann, Beratungsstelle für taubblinde und hörsehbehinderte Kinder und Jugendliche, stiftung st. franziskus Heiligenbronn

Oft wird dem Menschen mit Taubblindheit unsere konventionelle Sprache vermittelt ohne dessen meist basale Ausdrucksweise als gleichwertig wertzuschätzen. Dieses Ungleichgewicht führt dazu, dass der Mensch mit Taubblindheit sich zurückzieht und herausforderndes Verhalten zeigt. Die Videoanalyse zum Agency-Konzept kann uns helfen, diese Spirale zu durchbrechen.


Malen mit blinden und sehbehinderten Kindern und Jugendlichen – wie kann das gehen?

Themenband  Wohnen, Arbeit, Freizeit // Dauer 120 min bis ca. 19:00 Uhr // begrenzte TN-Zahl, Anmeldung im Kongressbüro vor Ort

  • Stephanie Syré-Merkel, freischaffende Künstlerin, Leiterin des inklusiven Malateliers, päd. Mitarbeiterin im Internat, Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista), Marburg

Ziel des Workshops soll sein im kreativen Miteinander Spaß und Ideen zu entfalten. Nach einer theoretischen Einführung (Einrichten des Arbeitsplatzes, Vermitteln von Farben, Spachtel und Pinsel, tastbare Materialien, Leinwand und grobes Papier) wird den Teilnehmenden im gemeinsamen Malen ein Weg aufgezeigt mit einfachen Mitteln eine Methodik zu entwickeln, die es ihnen möglich macht - auch ohne großes malerisches Können - eine bildnerische Beschäftigung mit blinden und sehbehinderten Menschen zu entwickeln.


The development of science learning on students with visual impairment in Taiwan

Themenband  Digitalisierung // begrenzte TN-Zahl, Anmeldung im Kongressbüro vor Ort

  • Yi-Tun Tseng,  Department of special education, National University of Tainan, Taiwan

The researcher has long been concerned about the scientific education of the visual impaired students in Taiwan, investigated on teaching methods of scientific experiment operation for these students. The study provided the students with proper experimental aids, as well as teaching methods which incorporated with integrated educational teachers and itinerant teachers.


Polka – Eisbrecher für Gesellschaftstänze // Über Hiphop zum Disco-Fox

Themenband  Bildung

  • Friedo Gottschalk, Sportlehrer an der Carl-Strehl-Schule, Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista), Marburg

Mit originaler Blasmusik für Polka bewegt man sich außerhalb von Jugendkulturen und provoziert die Lernenden. Mit Hiphop greift man einen aktuellen Tanzstil auf. Beide Tanzarten  sind aus unterschiedlichen Gründen als Einstieg für Gesellschaftstänze wunderbar geeignet. Im Workshop wird viel getanzt und das Vorgestellte kritisch reflektiert.